Zu dem Prolog habe ich schon ein paar Stimmen bekommen und hab mich darauf hin nochmal daran gesetzt und ihn etwas überarbeitet.
Die Stellen, die farbig markiert sind, sind geändert.
„Sie ist etwas Besonderes!“
„Ich bitte dich Atlacom. Sie ist ein Mensch!! Sie ist sein Geschöpf!!
„Sonaja ich kann dich verstehen. Deine Kinder mussten am meisten unter ihm leiden.“
„Sie kennt und glaubt an uns. Sie verachtet ihren Schöpfer! Das musst du auch berücksichtigen.“
Sonaja legte die Stirn in Falten. Es möchte ja sein, dass diese junge Menschenfrau etwas Besonderes war, aber wenn sie für sie eine Ausnahme machten, mussten sie das dann nicht auch für andere? Dann könnte wieder alles ins Chaos versinken. Wie viele damals nur wegen seiner Habgier und seinen Kindern gelitten haben und ums Leben gekommen sind. Sie konnte ihre Geschwister aber verstehen. Wenn sie wirklich diese Person war, auf die sie alle gewartet hatten, dann könnte es wieder ein Gleichgewicht geben. Nur wenn nicht. Sie wollte es sich gar nicht ausmalen. Ihr stiegen jetzt schon wieder die Bilder voller Angst, Blut, Zerstörung und Tod vor Augen. Warum musste sie ausgerechnet an ihrem Wegpunkt stehen? Warum?
„Sonaja???“
Sie zuckte leicht zusammen. „Ja, …“ So in ihre Gedanken verstickt, hatte sie nicht bemerkt, dass ihre die anderen weiter diskutiert hatten.
Sie schaute leicht verwirrt zu Atlacom. „Worüber habt ihr gesprochen?“ Sie ließ ihren Blick einmal durch die Halle wandern, um wieder ganz bei der Sache zu sein. Bis auf sie selbst saß keiner mehr auf seinem Platz. Sie waren alle aufgewühlt. Auch die sonst beruhigenden Muster an den Säulen und Wänden, konnten ihr heute nicht helfen.
„Wir möchten von dir wissen, wie du dich entscheidest.“, klärte Atlacom sie kurz auf. „Also gut!“
Sie erhob sich von ihrem Platz und sah jedem ihrer Geschwister kurz in die Augen. „Ich möchte zunächst eure Meinung wissen. Danach entscheide ich mich!“
„Du willst sie da noch länger umher irren lassen? Was wenn sie sie kriegen? Du weißt was sie dann erleiden muss!!!“
„Tirawenn beruhige dich. Egal wie ich mich entscheide ich werde nicht zulassen, dass ihr etwas geschieht. Nun ich höre?“
„Ich sehe als Chance. Wäre es mein Wegpunkt, wäre sie schon längst hier!“,
erwiderte TirawennAuch die anderen vier, Atlacom, Karesh, Frésalie und Orteck, waren dafür. Jetzt lag es allein an ihr. Sonaja verließ die große weiß-silberne Halle über die große Treppe in die Wohngemächer. Die Gemälde mit Ausschnitten aus der Geschichte beachtete sie gar nicht, sondern ging schnurstracks zu ihren Gemächern. Sie öffnete die mit Edelsteinen verzierte Tür und durchschritt den Besucherraum schnellen Schrittes. Der nächste Raum
war lichtdurchflutet, der Wind
bewegte leicht die Vorhänge durch die offenen Türen zum Balkon. Sie wandte sich nach links zu einem kleinen säulenartigen Tisch über dem ein smaragdgrün-leuchtender Stein schwebte. Wie lange hatte sie ihn nicht mehr berührt, aber das musste sie jetzt ja auch nicht mehr. Denn ihre Kinder weilten in ihrer Welt und nicht mehr in der anderen. Sie legte die Hände ganz sanft auf den warmen Stein und schloss die Augen …